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particles » der wahnsinn des krieges in unseren herzen in unseren köpfen
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Ein von Herzen guter arabischer Mann, der sich persönlich verletzt sieht von jeder Bombe, die Gaza trifft, sagt zu mir: Ja, die Kinder sind unschuldig, alle Kinder auf beiden Seiten sind unschuldig. Aber es müssten mehr israelische Kinder sterben, damit das gerecht ist. So spricht er und schenkt mir zu Versöhnung ein Hustenbonbon eine Stunde später. Er ist ein Verehrer Nelson Mandelas, wie ich ein Verehrer Nelson Mandelas bin. ~ flugteilchen

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logbuch isla volante » literaturpreis isla volante
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der isla-volante-literaturpreis 2009 geht an sunil mann.
leoni
Ein heisser Tag, New York glühte unter der Junisonne weiter…
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Turmsegler » Once Upon a Midnight Dreary
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••• Anlässlich des 200. Geburtstages von Edgar Allen Poe veranstaltet das Amerikahaus München einen Abend für - wie es in der Ankündigung heißt - »America’s father of the gothic« (sic!). Der Schauspieler Richard Clodfelter, Pianist Paul Flush und John Kenny an der Posaune bestreiten das englischsprachige Programm: »both haunting and brooding that will keep you on the edge of your seat.«
Die Show startet am 15. Januar 2009 (Donnerstag) um 19:30 Uhr im Amerikahaus. Die Karten kosten 8,- € (erm. 5,- €) und können telefonisch vorbestellt werden (089-55 25 37-0).
Hoffentlich hat der Babysitter Zeit…
Im Rückspiegel: Bücher nach der Autopsie (08. 01. 2008)
Tags: Edgar Allen Poe Verwandte Beiträge: Schweigen (6) Der Rabe (6)
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Die Dschungel. Anderswelt. (Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop) » Arbeits- und Ruhejournal. Dienstag, der 6. Januar 2008.
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[Arbeitswohnung. Mittagsstille. Teewasser ist aufgesetzt.]
Berlin in einem solchen Winter ist eine Pracht. Berlin in den Sommern ist eine Pracht. Wie d a glüht sie im Winter auch. Und welch eine Lust es bereitet, mit dem Fahrrad zu fahren: ganz weich, alles wie eine Meditation (einmal den Lenker verrissen, und man stürzt, aber ihn n i c h t zu verreißen, beglückt); ich brauche allerdings für meine weiten Strecken deutlich länger als sonst, man gibt in die Pedale den weichesten Druck, so daß die Fahrunternehmen etwas von Tagen in der Sauna bekommen, an denen man nichts tut, als den Körper zu streicheln.
Abends meinem Jungen vorgelesen, der die Suche nach dem SCHATZ DER DREIZEHN HÄUSER atemlos quer durch Paris verfolgt und jedesmal sehr traurig ist, wenn ich zu lesen aufhöre, weil es die Zeit ist für ihn, nun wirklich zu schlafen. Fast immerdann verlasse ich das Terrarium, mehr oder minder wortlos, manchmal ein Blick, aber die Dinge sind gelaufen, und ich möchte auch wirklich diese fast drei Jahre Askese nie mehr zurück. Es ist ein Menschenglück, nicht nur begehrt zu werden, sondern es auch spüren zu dürfen. Es ist ein Menschenglück aufzuwachen, und jemand lächelt einen an. Also bin ich zu Αναδυομένη hinüber, sanft auf dem Rad bis Keuzberg, um zu kochen. Muscheln gab es, junge Calamari und Polpi, unseren Neigungen nach sowohl roten wie weißen Wein, alles ist bei dir hell, sagte sie, selbst den Wein magst du nicht dunkel. Als wir erschöpft einschliefen, war es drei, vielleicht auch schon halb vier. So daß ich morgens nicht an die Arbeit kam, sondern lange frühstückte und redete und zuhörte und dann die erste Bamberger Elegie vorlas und von den Problemen erzählte, die dieser Text mir bereitet, und daß ich insgesamt gar nicht mehr wisse, ob er vollendbar eigentlich s e i.
Dann radelte ich, in einem solchen Winter, durch die Berliner Pracht hierher. Ich habe noch immer nicht geheizt, bei Damenbesuch lasse ich den Heizlüfter laufen. Einmal knallte die Überspannungssicherung, und ich saß zwei Stunden im Dämmern, bis sie sich wieder abgekühlt hatte. Eigentlich sind sowas schöne Geschichten. Neben der Trauer wird das ganze Leben dabei, auf eigenartige Weise, schön; es ist nicht von der Hand zu weisen, daß Trauer, hat man sie angenommen, alle Sinne schärft; eine Art Großzügigkeit ist mit ihr verbunden und sie weitet selbst noch die Liebe zu meinem Sohn aus. Man beginnt auch zu begreifen, daß Wiederholung nicht geht, daß alles sich - wiewohl die Grundkonstitution ganz gewiß und ganz eine ähnliche bleibt wandelt; man sieht sich an und versteht. I had have a dream.
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Die Dschungel. Anderswelt. (Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop) » buenos aires ist heiß. die taxifahrer sind seltsam gesprächig. gestern hatte ich…
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buenos aires ist heiß. die taxifahrer sind seltsam gesprächig. gestern hatte ich meinen schlechtesten tag, ich will nicht zurück, es liegt daran, dass mir in sao paulo die kompetenzerfahrungen fehlen, und dass ich die möglichkeiten, sie zu machen, nicht mehr suche. in buenos aires komme ich gut zurecht, es wäre ein peace of cake gewesen, weil das gesamte movimento hier so läuft, wie es mir im blut liegt. und die fragen der sicherheit, die hier nicht minder existieren, werden anders bewertet bei ähnlichem wachaufkommen. mittlerweile glaube ich an eine sicherheitsmafia in brasilien, sprich, es gibt ein interesse an erhalt und verkauf von jedweder sicherheitsmechanik. angst ist ein guter arbeitgeber, aber produziert ein inventar zur zerstörung von lebensqualität, die man dann irrigerweise meint zurückkaufen zu können und zu müssen. andererseits, ja, anderswelt ist buenos aires nicht, anderswelt ist sao paulo und insofern auch die größere herausforderung. aber herausforderungen nutzen nur, wenn man sie bewältigt, sonst zermürben sie, that's the way the cookie crumbles. ich befinde mich also zwischen dem kuchen und keksstadium sozang. ach, letztlich liegt es nur an mir, was auch nicht ganz stimmt. es ist eben auch dieselbe röhre, es großartig wie zum kotzen zu finden. gestern auf dem chacarita war es mir eben so wie m sagte, der wegen seines fotoprojekts gern auf den größten friedhof von buenos aires wollte, bei gluthitze und hellstem tag hätte nichts finsterer sein können, und als dann auch noch die leichenwagen anrollten und man sah, es gibt eine art parkhaus in mehreren etagen für sie, verkehrte sich die borgessche bibliothek in ein gebeinhaus, aus dem nichts mehr spricht. dann sprach mich noch ein wirrer alter an, ich verlor den objektivdeckel und abends in palermo die lust am hier sein. dabei war es ein lauschiger hinterhof bei einem quilmes kristall und allmählich sinkenden temperaturen. es gibt keinen einzigen grund zu klagen, so versuche ich mich heute auf sp zu freuen, wo ich morgen bis sonntag wieder sein werde und es nass und für den sommer viel zu kalt ist. [Link]
Die Dschungel. Anderswelt. (Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop) » Artemis, Nymphen & Undinen. 06.01.2009. Paul Reichenbach in Formulierungsnot.
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Es gibt nur eine authentische universelle Kommunikation : den Austausch der Körper über die geheime Sprache der körperlichen Zeichen. (Pierre Klossowski)
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« La nudité de la femme est plus sage que toutes les verités de la philosophie » (Max Ernst)
Ich krieg es nicht hin, nicht nur aus chronischem
Zeitmangel, die Leerstellen zwischen den beiden Zitaten mit Text zu füllen. Anlass für meine Überlegungen und die Auswahl der Zitate war >>>>dieses Bild, das mehr von Verweigerung und Unberührbarkeit spricht als die scheinbar offensichtliche Einladung vermuten lässt. Entblößung ist auch ein exzessiver Akt des Verbergens. Darüber zu schreiben braucht mehr als nur 25 Minuten netto, die ich täglich für ein TB-Konzept benötige. Gestaltung und Korrektur, die ja den eigentlichen Aufwand ausmachen, habe ich hier nicht eingerechnet. >>>>”Sais Geselle", wie ANH schreibt, und Aktaion fallen mir ein. Weil er nicht sagen kann was er sieht, sieht Aktaion. Könnte er sprechen würde er nicht mehr sehen können. Die Sprachlosigkeit des Jägers oder des Jünglings, der den Schleier zerreißt, ist ein Mysterium besonderer Art. Ein nötiger Schritt, der Sartres Satz Erkennen heißt mit den Augen essen um die Wendung und verstumme ergänzt. Essen aber ist ein sehr animalischer Vorgang, der, schaut man von "zivilisierten" Formen der Nahrungsaufnahme, wie wir sie heute praktizieren einmal ab, im Grunde keines Gespräches bedarf.
Darüber ist ebenso nachzudenken, wie über die erektionsstiftende Macht der Nymphen, die sich allein durch ihren Entzug, nicht der physische ist hier gemeint, zu begründen scheint.
Bildquelle >>>H I E R [Link]
Die Dschungel. Anderswelt. (Alban Nikolai Herbst / Alexander v. Ribbentrop) » minus 11,1 grad hier…
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…. bei meiner schwester sinds minus 14 grad. dort kein schnee, aber dafür hier eine inzwischen festgefahrene schneedecke auf den straßen, darunter eis. der himmel blau, eiskalt klare luft schneidet den atem. im schnee entdeckte ich gestern und heute früh spuren einer katze, sie schleicht um das haus herum, läßt sich in der nacht auf meiner terrasse unter dem tannenbaum nieder. meine freundin: fang bloß nicht an, sie zu füttern
sonst wirst du sie nicht mehr los, die findet schon ihre mäuse.
heute will ich papierkram ordnen. es ist zwar alles in mappen abgeheftet, die aber in ihrer anzahl zu viel platz im schrank wegnehmen, also werde ich ein wenig komprimieren, aussortieren, und neu ordnen. im wohnzimmer habe ich keinen schrank, nur bücherregale, werde mir wohl noch eines kaufen müssen, bei dem es die möglichkeit gibt, im unteren bereich türen davor zu schrauben, im augenblick hab ich die mappen im alten weißen schrank in der diele, ich brauche den platz aber für die küchenutensilien, die ich in der kleinen küche nicht unterbringen kann. gestern räumte ich auch, schaffte es, den alten tisch meiner großmutter hier im wohnzimmer unterzubringen, er steht jetzt in der mal:ecke. war ganz schwierig, ihn aus dem keller nach oben zu bringen. mußte ihn bis auf das untergestell mit seinen vier beinen auseinander nehmen. irgendwann stand ich in der engen unteren kurve der kellertreppe: "mist, mist, mist
wenn die leute von der spedition es schafften ihn diese treppe runter zu schaffen, muß er auch wieder rauf können." das problem ist die enge des kellerabganges über der treppe, inklusive zwei gegen die richtung der jeweils anderen drehenden kurven. ich bekam ihn ums verrecken nicht, hochkant sowieso nicht, über das geländer, er ist in der höhe (also quer gelegt) breiter im maß, als die breite des aufgangs, einschließlich des geländers der treppe, welches diese zur verfügung stehende breite ja auch noch minimiert. ich stand da eine weile, schaute mir das an, hatte dann die lösung. ich legte ihn auf die treppenstufen, schob ihn so quer liegend in dem raum zwischen stufen und treppengeländer durch nach oben, auch um die obere kurve, die beine lagen richtig herum. er hat ein wenig gelitten, was ich durch ein entsprechendes holzoel wieder ausgleichen konnte. nun steht er aufpoliert dort in der ecke, auf ihm das alte radio
die malutensilien erst einmal in einer alten holzkiste untergebracht, ich brauch auch dort noch regale, aber vor allen dingen, licht.
im augenblick mach ich mir gedanken, wie wohl das berufliche jahr werden wird. es wird kurzarbeit geben, was auch für die angestellten einen verzicht auf stunden bedeuten wird. bezahlung für 30 stunden die woche, arbeit für mindestens 40. ich hab ja noch nicht einmal ein flexkonto wie die werker, auf das ich die überstunden schieben könnte. es ist ein gespräch mit meinem chef in der nächsten woche fällig. wenn er mir schon durch die vertragsumstellung von 39 auf 35 stunden stunden streicht, muß er mir diese möglichkeit verschaffen, damit ich die durch die kurzarbeit fehlenden stunden zumindest teilweise ausgleichen kann. auf die bezahlung aller dieser stunden zu verzichten, bedeutet insgesamt 450,– netto weniger, was nicht wenig weniger ist. ich werde im nächsten jahr sparsamer leben müssen, was für mich aber kein problem darstellt, schließlich bin ich so aufgewachsen. wenn es nicht reichen sollte, suche ich mir wieder einen nebenjob, zumindest für den zeitraum der kurzarbeit. die thematik ist die
für die werker heißt das kurzarbeit, für die angestellten ist es ein freiwillig zwingender verzicht, aus diesem grunde kann ich beim arbeitsamt keinen antrag auf kurzarbeitgeld stellen. ein werker am band verdient übrigens eine ganze ecke mehr als ich, dies haben wir era zu verdanken. es hieß einmal, daß die gewerblichen löhne an die kaufmännischen gehälter angeglichen werden sollten, im grunde aber lief das umgekehrt, die kaufmännischen wurden den gewerblichen angepaßt. mich knallten sie so im letzten jahr im grundgehalt um 600,– euro runter, dafür bekomm ich zwar eine ausgleichszulage, die aber jederzeit aus irgendwelchen gründen anrechenbar ist, auch teilweise auf die tariferhöhungen. um den halben anteil der tariferhöhung wird diese ausgleichszulage eingeschmolzen, also wird mir von der tariferhöhung nicht wirklich etwas bleiben. jammern will ich nicht, aber 450,– euro sind nun mal 450,– euro, dies merk auch ich. bin froh darüber, daß mein eumel bezahlt ist, hab mir die letzten zwei jahre auch immer was aufs sparbuch gelegt, für die zu erwartende anzahlung eines neuen wagens, schließlich ist er jetzt acht jahre alt. durch den tüv ist er gekommen, aber man hat eine erste verschleißerscheinung an einem gelenkarm des vorderen rechten rades festgestellt, was ich richten lassen muß, auch muß die zylinderkopfdichtung erneuert werden. sie können aber noch gut 5000 kilometer damit fahren. diese reparaturen sind also in diesem jahr fällig. ich könnte überlegen, von dem angesparten und dem noch bestehenden wert des wagens jetzt einen jahreswagen zu kaufen und damit anzuzahlen, was aber dann immer noch eine zusätzliche monatliche belastung bedeutete, die ich unter diesen umständen aber so nicht will, weil das risiko mir zu hoch ist. ich werde also geld, das ich ja zur verfügung habe, reinstecken, und ihn eben fahren, bis er auseinander fällt. der motor ist in ordnung, auch ist keinerlei rost irgendwo. das ganze jahr hab ich finanziell unter diesen prämissen schon durchkalkuliert, das tu ich zu beginn eines jahres immer. ich habe in der kindheit zu sehr unter den verhältnissen, in denen ich aufwuchs, gelitten, mir deshalb geschworen: so machst du das nicht. es ist mir schon schwer genug gefallen, den dispo, als meine tochter mir das konto leer räumte, aufnehmen zu müssen. dieser ist jetzt wieder ausgeglichen. geld, das ich nicht hab, geb ich nicht aus. punkt. ich erlebe in meinem umfeld immer wieder, daß familienväter mit drei kindern drei mal im jahr in den urlaub fahren. auf meine frage, wie so etwas funktioniert, bekam ich zur antwort: wieso, hab dochnen dispo.
nachtrag:
hab eine winterrose in meinem garten, sie trotzt jeglichen minusgraden…
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taberna kritika - kleine formen » Zur Vermittlung (notula nova 19b)
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taberna kritika - kleine formen » Wenn Laub fällt (notula nova 19a)
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Ein im Bus schlafender Mann sieht selbst mit Vollbart noch wie ein Mädchen aus.
(Der Berg so schräg, die Sonne will einfach nicht daran untergehen.)
Erkenntnis im Berg: Wozu braucht eine Gesellschaft all diese motorischen Hochleistungsapparate. (Eine Eselei, Eine Narretei - Ein Leselei, Eine Narratei)
Und ihr schreiben nenne ich: Avancierte Prosa. Eine Grammatik wie ein verfilzter Hut. Ein schönes, altes, wertvolles Teil. (Dabei: Ich begrüsse Sie vs. Sie können mich mal begrüssen).
Natürlich die Wohlstandsverblödeten. (Er: schimpft über kleine Kinder, die ihm nicht schnell genug Platz machen. Sie: im Gucci-Kostüm. O.ä. Markierung: toupierter Pudel. Wir schreien ihnen “Klassenfeind” hinterher).
Und: der Boulevard. Alles, jenseits meiner Ränder. (Dabei zu lange in ein Schaufenster geschaut. Hängen geblieben. Spiegelung bewundert. Bus verpasst.)
Und wieder wässert die Bambushexe ihre Sträucher. Sie trägt dabei, wie immer, ihre knöcheltiefen, schwarzen Leggins und ein ausgeleiertes, weisses T-Shirt. (Was sich da abzeichnet, ist kaum aussprechbar). Ein unbestimmtes Motiv. Nun entfernt sie Bambuslaub aus den Kübeln, schüttelt die Pflanzen, ihre abgestorbenen Teile vom Körper und macht dabei ein Gesicht, als läge sie mit ihnen im Krieg.
abgelegt in: notula nova
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particles » happy birthday
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nordpol : 2.15 - Wie ich im Alter von drei Jahren auf warmem Land liege, das atmet. Wie ich durch die Luft fliege. Wie ich über dem Bauch meines Vaters schwebe und lache, weil ich gekitzelt werde. Meine Stimme, meine kindliche Stimme. Und da sind eine hölzerne Eisenbahn, das Licht der Dioden, dampfender Zinn, Lochkarten einer Computermaschine und die Geheimnisse der Algebrabücher, die der Junge von sechs Jahren noch nicht entziffern kann. Aber Forscher, wie der Vater, will er schon werden, weshalb er die Schneespuren der Amseln, der Finken, der Drosseln in ein Schulheft notiert. Zu jener Zeit drifteten Menschen bereits in Geminikapseln durch den Weltraum, um das Sternreisen zu üben. Nur einen Augenblick später waren sie schon auf dem Mond gelandet, in einer Nacht, einer besonderen Nacht, in der ersten Nacht, da der Junge von seinem Vater zu einer Stunde geweckt wurde, als noch wirklich Nacht war und nicht schon halber Morgen. Die zwei Männer, der kleine und der große Mann, saßen vor einem Fernsehgerät auf einem weichen Teppich und schauten einen schwarzweißen Mond an und lauschten den Stimmen der Astronauten. Man sprach dort nicht Englisch auf dem Mond, man sprach Amerikanisch und immer nur einen Satz, dann piepste es, und auch der Vater piepste aufgeregt, als sei er wieder zu einem Kind geworden, als sei Weihnachten, als habe er gerade eben ein neues Teilchen im Atom entdeckt. In jener Nacht, in genau der selben besonderen Nacht, saß zur gleichen Minutenstunde irgendwo im Süden der Dichter Giuseppe Ungaretti vor einem Fernsehgerät in einem Sessel und deutete in Richtung des Geschehens fern auf dem Trabanten auf der Bildschirmscheibe, auf einen Astronauten, wie er gerade aus der Landefähre klettert, oder habe ich da etwas in meinem Kopf verschoben? Sicher ist, auf jenem Fernsehgerät, vor dem Ungaretti Platz genommen hatte, waren drei weitere, kleinere Apparate abgestellt. Alle zeigten sie dieselbe Szene. Echtzeit. Giuseppe Ungaretti war begeistert, wie wir begeistert waren. Ja, so ist das gewesen. Und heute, viele Jahre und doch nur einen Augenblick später, feiert mein Vater Geburtstag. Deshalb ist dieser kleine Text, eine Variation eines früheren Textes, meinem Vater gewidmet, auf den ich sehr stolz bin.
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parallalie » ich habe mich verkühlt …
Vor 24 Stunden… Lesen ▼
ich habe mich verkühlt
an deinem hinterfragen
hab hinter mich geschielt
war fast schon am verzagen
dann hab ich dich geherzt
und alle fragen verschmerzt
du aber hast gewußt
daß alles wiederfinden
auch wieder ein verlust
ein los und loser binden
Wir haben oft Mann und Frau gespielt
lyrisches intermezzo XXVI (nach vorgeschriebenen endreimen) [Link]
Notizen aus Kangerlussuaq (Das Postamt, der Atlas, die Seekarten.) » Wir kleben gescheibelten Räucherlachs an eine arktische Himmelserscheinung
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So, nach all dem lauwarmen Gerüssel … Das ist Festtagslachs und die vorgeschlagene Eisbärenpisse auf Aurora borealis. Mir ist das nicht unternull genug (ich will lange Unterhosen!), aber die Gäste verschnupfen sich leicht. Trinkt lötigen Lebertran statt Wodka, Freunde!

Diese Schildkröten kamen aus dem der “Donau abgerungenen Depressionsgebiet" (O-Koordinatenangabe) angepanzert; lieben Dank! Mir gefällt besonders das Modell Walkabout unten mittig.
Addendum: Episode 2 von Algo raro anda pasando ist aufgeschaltet! Laiensynopsis über Episode 1 und Post aus Mexico. Es wird immer skurriler … [Link]
06 Jan 2009 05 Jan 2009 04 Jan 2009 03 Jan 2009 02 Jan 2009 01 Jan 2009 31 Dec 2008 30 Dec 2008 29 Dec 2008 28 Dec 2008 27 Dec 2008 26 Dec 2008 25 Dec 2008 24 Dec 2008 23 Dec 2008 22 Dec 2008 21 Dec 2008 20 Dec 2008 19 Dec 2008 18 Dec 2008 17 Dec 2008 16 Dec 2008 15 Dec 2008 14 Dec 2008 13 Dec 2008 12 Dec 2008 11 Dec 2008 10 Dec 2008 09 Dec 2008 08 Dec 2008 07 Dec 2008 06 Dec 2008



